SDGs und Horizont 2020

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung und Horizont 2020

 

Die Ziele für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, kurz SDGs) sind politische Ziele der Vereinten Nationen. Sie sollen eine nachhaltige Entwicklung auf ökonomischer, sozialer sowie ökologischer Ebene weltweit befördern. Die SDGs wurden im Nachgang zur Rio+20-Konferenz entwickelt und lösen die Millenniums-Entwicklungsziele ab, die vor allem Entwicklungsländer im Fokus hatten. Die SDGs hingegen sind aktionsorientiert, globaler und  gelten universell für alle Staaten. Sie vereinen sowohl Umweltziele, als auch soziale und wirtschaftliche Ziele unter einem Dach. Die SDGs sind Bestandteil der Agenda 2030, die 2016 mit einer Laufzeit bis 2030 in Kraft getreten ist. Die 17 SDGs werden durch 169 zugehörige Teilziele konkretisiert.

„Bis 2030 sollen unter anderem Armut und Hunger besiegt werden, alle Kinder sollen zur Schule gehen können, Erde und Umwelt sollen geschützt werden, Ungleichheiten sollen bekämpft werden und friedliche, gerechte und inklusive Gesellschaften entstehen. Einer der Schlüsselsätze lautet: ,No one will be left behind – keiner wird zurückgelassen.‘“ so beschreibt die UNICEF die Ziele der Agenda 2030.

Die EU-Kommission hat sich verpflichtet, mit ihrer Politik zur Umsetzung der Agenda 2030 beizutragen. Mit der Aufnahme der SDGs in das Arbeitsprogramm 2018–2020 löst die EU-Kommission dieses Versprechen ein. Forschung und Innovation in Horizont 2020 sollen zukünftig einen Beitrag zum Erreichen der SDGs leisten. 

Was bedeutet das für einen Antrag in Horizont 2020?

Durch die Ausrichtung der Societal Challenge 5 auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen trägt die SC5 bereits an sich zur Umsetzung der SDGs bei. Die ausdrückliche Nennung einzelner SDGs in den Ausschreibungen bzw. in den Themenbereichen des Arbeitsprogramms bedeutet für die Antragstellerinnen und Antragsteller, dass sie sich intensiver mit den SDGs und ihren Teilzielen sowie mit den damit verbundenen Indikatoren auseinander setzen sollten.

Sie müssen im Projektantrag darstellen, wie ihre Projektergebnisse konkret zur Erreichung der SDGs beitragen können. Dabei soll, soweit zutreffend, auch Bezug auf konkrete Teilziele und zugehörige Indikatoren genommen werden.

Da die SDGs eng miteinander verbunden sind, kann ein Projekt potentiell zu mehreren SDGs beitragen. Zielkonflikte, die sich ergeben, sollten z. B. hinsichtlich ihrer Bedeutung für die Wirkung (Impact) des Vorhabens thematisiert werden.

In der folgenden Auflistung finden Sie, welche SDGs bei den jeweiligen Ausschreibungen bzw. Themen des Arbeitsprogramms der SC5 im Vordergrund stehen, sowie weitere Informationen zu den konkreten SDGs.